Rachel Harnisch

Aribert Reimann - L'Invisible      

 

Welturaufführung

 

Deutsche Oper Berlin

Orchester der Deutschen Oper Berlin

Donald Runnicles, Leitung 

 

Die fantastisch klare, unerhört agile Sopranistin Rachel Harnisch, der nobel drangvolle Bassbariton von Stephen Bronk und weitere Solisten des überragend gut besetzten Stück-Ensembles sind auch als Gestalten der folgenden zwei Maeterlinck-Kapitel zu erleben. 

Dabei sagt es Ygraine (wiederum die grandiose Rachel Harnisch) als Schwester des Knaben singend selbst: Die Königin sei "die Mutter unserer Mutter"

Volker Hagedorn, DIE ZEIT

 

Solistischer Star des Abends ist Rachel Harnisch, die sich mit ihrem leuchtenden, bruchlos geführten Soprantimbre von Stück zu Stück zu einer flammenderen Gegenspielerin des Todes entwickelt. Ein großer, einhellig bejubelter Abend für die Deutsche Oper.

Julia Spinola, SZ Süddeutsche Zeitung

 

...die Sopranistin Rachel Harnisch, die als Titangiles' Schwester die einzig exponierte Partie dieser Oper singt und dabei jene strahlende Menschlichkeit verkörpert, die Aribert Reimann der Düsternis in seinem neuen Werk entgegenstellt. Schließlich wird auch der Komponist selbst dankbar bejubelt. 

Clemens Haustein, FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung

Rachel Harnisch singt mit ihrer Dreiffachrolle (Ursula, Marie, Ygraine) den Rest des hochvorzüglich aufgebotenen GesangssolistInnen-Ensembles an die Wand!!! 

Andre Sokolowski, der Freitag

 

Ich fands eine grandiose Aufführung und hochbeeindruckend - besonders die Hauptdarstellerin Rachel Harnisch, so was Gutes habe ich lange nicht gehört!

Eberhard Kloke, Dirigent und Komponist

 

...mit der traumhaft sicher und schön singenden Rachel Harnisch!

Reinhard J. Brembeck, SZ Süddeutsche Zeitung 

 

 Rachel Harnisch: ‚charismatisch volltönend‘!

Eleonore Büning, NZZ

 

Farbe, vor allem Stimmfarbe, kommt mit der Schweizerin Rachel Harnisch ins Geschehen. Sie singt Marie, eine der beiden Enkelinnen des Alten in „Intérieur“ und dann, nach einem weiteren Zwischenspiel, den großen Monolog der Ygraine im „Tintagiles“. Ygraine ist die Schwester des bereits kranken Knaben (Salvador Macedo in einer Sprechrolle). Und Reimann, der bis dahin die Vokalpartien mit für seine Verhältnisse eher ruhigen Mitteln gestaltet hat, hat für sie die aufregendste Gesangslinie des Abends vorgesehen. 

Die Intervallsprünge werden größer, es gibt Ansätze von Koloraturen, und das ist kein Wunder: Ygraine ist aufs Äußerste erregt, sie weiß, dass die Königin den Bruder holen will. Dass Reimann so gut für Stimme schreiben kann wie kein zweiter zeitgenössischer Komponist, beweist er vor allem mit dieser Partie, die Harnisch mit loderndem Sopran interpretiert.

Udo Badelt, Der Tagesspiegel 

Die Exquisitheit der Sängerstimmen ist sofort auffällig. Doch namentlich der Sopran von Rachel Harnisch, die in allen drei Einaktern tragende Frauenrollen übernimmt, schlägt durch seine weiche Kultiviertheit und dennoch Größe und Tragfähigkeit in den Bann.

Mathias Nöther, Berliner Morgenpost 

 

enfin une Rachel Harnisch vraiment exceptionnelle, dans les trois d’Ursula, Marie et Ygraine, soprano fil rouge magnifique

anaclase.com

 

It was a gift for an excellent ensemble cast, with soprano Rachel Harnisch, who packed dramatic punch as Ygraine in the trilogy’s concluding part.

Sam Johnstone, bachtrack 

 

Herausragend allerdings, was Bühnenpräsenz, dramatische Intensität, Textgestaltung und Meisterung von Höhen angeht, ist die gastierende Rachel Harnisch.

Albrecht Selge, hundert11 

 

Als Marie ist Rachel Harnisch zu erleben. In ihren Hauptrollen in allen drei Teilen von „L’Invisible“ beeindruckt die Schweizerin mit einer klaren, expressiven und höhensicheren Stimme. Annika Schlicht als Marthe zeigt mit ihrem starken, volltönenden Mezzosopran ebenfalls eine beachtliche Präsenz.

Für ihre anspruchsvolle Dreifachrolle wird Harnisch am Schluss begeistert gefeiert. Auch die anderen Solisten, das Orchester, die Regie und nicht zuletzt der Komponist erhalten großen Beifall. Für Reimann ist es bereits die fünfte Uraufführung an der Deutschen Oper Berlin.  

Corina Kolbe, neue musikzeitung nmz

 

 

 

 

  

 

Pressespiegel Rachel Harnisch l'Invisible als pdf

 

 

 

Links TV/Radio:

 

Beitrag von Christian Titze über die Premiere L’INVISIBLE in RBB aktuell vom 8.10. (ab Minute 13):  

http://mediathek.rbb-online.de/tv/rbb-AKTUELL/rbb-AKTUELL-vom-08-10-2017/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3907840&documentId=46760710

 

 

Deutschlandfunk Kultur, Fazit vom 8.10., Rezension von Uwe Friedrich:  

http://www.deutschlandfunkkultur.de/audio-archiv.517.de.html?drau:broadcast_id=222 

 

 

Kulturradio, Frühkritik von Kai Luehrs-Kaiser am 9.10. 

http://mediathek.rbb-online.de/radio/Kulturradio-am-Morgen/Deutsche-Oper-L-Invisible-von-Aribert/kulturradio/Audio?bcastId=9839110&documentId=46793132

 

 

Reportage von den Proben zu L’INVISIBLE von Antje Bonhage, gesendet am 6.10. um 17.10 Uhr auf RBB-Kulturradio: 

http://mediathek.rbb-online.de/radio/Kulturradio-am-Morgen/Reportage-von-den-Proben-f%C3%BCr-L-Invisibl/kulturradio/Audio?bcastId=9839110&documentId=46652054

 

 

Portrait von Vasily Barkhatov von Antje Bonhage, gesendet am 7.10. um 7.10 Uhr auf RBB-Kulturradio: 

http://mediathek.rbb-online.de/radio/suche?searchText=Vasily+Barkhatov

Gustav Mahler - Symphony No. 4        

Artur Schnabel - Lieder

  

CD Neuerscheinung Claves

 

MythenEnsembleOrchestra

Graziella Contratto, Leitung 

 

...Rachel Harnisch singt mit sehr guter Artikulation und ihre warme, ausgeglichen geführte Stimme eignet sich bestens für die nicht einfache Rolle, die ihr Mahler zugedacht hat. Und so ist denn diese Kammermusik-Fassung von Mahlers Vierter eine der besten neben jener von Christiane Oelze und dem ‘Festival Ensemble Spannungen’, das die Stein-Reduktion benutzt. Die Lieder des Pianisten Artur Schnabel sind ebenfalls hoch interessant .... fünf für diese Produktion ausgewählten Lieder werden von Rachel Harnisch mit klangvoller, warmer Stimme gesungen.

 

Graziella Contratto’s account of Mahler’s Fourth in the transcription of Klaus Simon is exceptionally moving, one of the most disturbing interpretations I have ever heard. Schnabel’s five Lieder are a welcome supplement for this outstanding CD. As the last movement of the symphony they are sung with a well articulating, warm and charismatic voice by Rachel Harnisch.. 

Remy Frank, pizzicato

Johannes Brahms

Ein Deutsches Requiem

 

Grange-au-Lac, Evian-les-Bains F

 

Chor des Bayerischen Rundfunks

Martin Helmchen, Klavier

Nicholas Angelich, Klavier

Howard Arman, Leitung 

 

Tout à l’opposé de la soprano Rachel Harnisch qui, dans son 'Ihr habt nun Traurigkeit' laisse transparaître l’intériorité de la profonde douleur ressentie en même temps que le bel apaisement de ces paroles de consolation. 

Jacques Schmitt, La Scène 

 

Othmar Schoeck

Besuch in Urach und Vom Fischer un syner Fru

 

Stadthaus Winterthur

Musikkollegium Winterthur

Mario Venzago, Leitung

 

Im Mittelpunkt glänzte die Sopranistin Rachel Harnisch, und wenn neben ihrer strahlenden Stimme und eindringlichen Musikalität hier auch ihr leuchtend oranges Kleid zu erwähnen ist, so deshalb, weil sie nach dem nostalgisch reflektierenden «Besuch in Urach» (Eduard Mörike) in die dazu passende Rolle schlüpfte. Ihr Auftritt in der Kantate «Vom Fischer und syner Fru» nach Grimms bekanntem Märchen war von der optischen Erscheinung wie von der musikalischen Durchdringung perfekt. 

Liederabend mit Rachel Harnisch

 

Philharmonie Essen D

Jan Philip Schulze, Klavier

 

Mitunter reagiert das Publikum verdrossen, wenn ein hoch geschätzter Interpret absagt und kurzfristig Ersatz her muss. Dabei versprechen unverhoffte Auftritte nicht selten die schönsten Überraschungen. Manche Karriere erfuhr durch beherztes Einspringen die nötige Schubkraft. Die aus dem Wallis stammende Schweizer Sopranistin Rachel Harnisch hat eine solche Initialzündung mit 43 längst nicht mehr nötig. Sie zählt zu den Opernsängerinnen, die man an der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper, am Opernhaus Zürich, der Deutschen Oper Berlin und der Münchner Staatsoper schätzt. In Essen ist sie bereits unter Stefan Soltesz aufgetreten. Und dennoch umgibt sie der Nimbus des Geheimtipps, weil sie sich nicht vom kommerziellen Musikbetrieb vereinnahmen lässt. In der Essener Philharmonie sprang sie mit einem Liederabend so kurzfristig für die erkrankte Annette Dasch ein, dass nicht mal Zeit blieb, über Nacht ein neues Programmheft zu drucken. Statt eines Epochenporträts des morbiden Wien vor und nach dem Untergang der Donaumonarchie stand nun, nicht minder spannend, der lange Weg vom romantischen Lied zur Liedkunst der frühen Moderne auf dem Programm. Rachel Harnisch widmet sich der intimen Kunst des Liedes mit solcher Verve wie dem Konzertauftritt und der Oper. Wohl wissend, dass der Liedgesang wie ein Lackmustest Qualitäten und Schwächen einer Stimme offenbart. An klug dosierter Wärme trotz unterkühlter souveräner Distanz, an klar fokussierter Präzision noch in der höchsten Lage, satter Fülle, funkelnder Farbenpracht, ungekünstelt inniger Lyrik und jugendlich-dramatischem Ausdruck macht dieser Sängerin niemand etwas vor. Sie durchglüht die Wechselbäder der Gefühle in Schuberts „Zwerg“. Schuberts „Geistertanz“ gerät bei ihrer zu einer hochdramatisch ausgeleuchteten kleinen Szene. Ebenso wenig bleibt sie der neckischen Komik im vierstrophigen Refrainlied „Die Unterscheidung“ 

oder der Erlösungssehnsucht der „Jungen Nonne“ schuldig. Bei Rachel Harnisch wird auch deutlich, welche Verfeinerung Alban Berg in der expressiven Verdichtung seiner „Sieben frühen Lieder“ der romantischen deutschen Kunstlied-Tradition entlehnt. Und dann erst der liedhaft schlichte Tonfall in Gustav Mahlers „Rheinlegendchen“ im Kontrast zu den Wechselbädern rauschhaften Überschwang und melancholischen Innehaltens in vier der fünf Rückert-Lieder Mahlers, die Nähe der „Rosenkavalier“-Welt bei Richard Strauss im „Rosenband“ und der funkelnde Zauber letzten Erglühens, frei von jeder Effekthascherei, im Eichendorffschen „Abendrot“ aus den „Vier letzten Liedern“. Beim kundigen Publikum triumphierte die barfuß auftretende, von Jan Philip Schulze am Flügel exzellent begleitete Sängerin mit prächtiger Ausdrucksfülle. …… 

Bernd Aulich, Waltroper Zeitung Essen 

 

La Juive - Fromental Halévy

 

Opéra national du Rhin, Strasbourg

Orchestre et Chœur de l’Opéra national du Rhin

direction: Jacques Lacombe

 

Mise en Scene: Peter Konwitschny

 

Rachel Harnisch offre elle aussi une Rachel totalement convaincante, vibrante et fervente, dominant avec aisance cette large tessiture de Falcon (créatrice du rôle) aux aigus lumineux et aux graves sonores et charnus …… 

Michel Thomé, La Scene, Opéra   

 

 

La performance de Rachel Harnisch dans le rôle-titre fait définitivement basculer la représentation du bon côté par un « Il va venir » intense et nuancé qui donne le frisson. Du falcon, la soprano suisse possède la couleur sombre et moirée, une grande homogénéité jusque dans les graves et la puissance des aigus. Surtout, elle semble scéniquement et vocalement habitée par un feu sacré, qui nous emporte : elle est Rachel, victime expiatoire des extrémismes religieux. …… 

Antoine Brunetto, Forum OPERA 

 

VIDEO: La Juive, Opéra national du Rhin: Interview mit Rachel Harnisch

Mesdames, Messieurs

Nous sommes des abonnés OPERA et SYMPHONIQUE MULHOUSE de longue date. Nous apprécions les productions que vous programmez. Nous avons été spectateurs de la JUIVE vendredi le 24 février dernier, et sommes sortis de ce spectacle litteralement éblouis ; par la mise en scène, par l'orchestre, mais surtot et plus particulièrement par la prestation de RACHEL HARNISCH, auxquels nous adressons toute notre admiration et notre amitié. Merci de continuer à nous gratifier de tels spectacles. Bien cordialement …… 

M. Ch., Riedisheim 

 

 

Makropoulos - Leoš Janáček

 

Opera Vlaandern Antwerpen/Gent

Symfonisch Orkest + Koor Opera Vlaanderen

Dirigent: Tomáš Netopil

 

Rachel Harnischs Wiedergabe der Protagonistin verdient die Bezeichnung "unvergesslich". Sie verkörpert starke Emotionen, ohne wirklich das Wesen ihres Charakters zu zeigen. ….. So viel Kontrolle in solch scheinbar unkontrollierter Achterbahn: eine einmalige Höchstleistung …… 

Jan-Jakob Delanoye ©Cutting Edge  

 

Rachel Harnisch zieht sofort die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Sie tut dies nicht nur durch ihren einwandfreien und atemberaubenden Gesang, sondern auch durch die scheinbare Leichtigkeit, mit der sie die 300 Jahre junge Dame spielt. Stolz, großartig und mit einer Fragilität, die eine Menge Lebenserfahrung zeigt. Die Sache Makropulos ist ein Traum eines Saisonauftaktes eines Opernhauses: beeindruckend und überzeugend in jeder Hinsicht: visuell, musikalisch und in der Erzähltechnik. Der Höhepunkt: Die letzte Szene, in der Elina Makropulos - eine faszinierende Rachel Harnisch - Abschied nimmt von ihrem dreihundertjährigen Leben ..die Bilder, wie in einem Musikvideo von David Bowie oder David Lynch.

Els Van Steenberghe 

 

Rachel Harnisch brille de tous son éclat dans son immense finale ou les lignes vocales sont lumineuses at elargies, tout cela a travers un regard penetrant et une posture conquerante. 

forum opera

  

Grandiose Janacek-Premiere in der Flämischen Oper

Die Regiearbeit von Mondruczo ist so packend und schlüssig, wie man es sich besser nicht wünschen kann. Und ihm steht ein grandioses Sängerensemble zur Verfügung. Jede Rolle ist typgerecht besetzt, vor allem die Titelpartie. Die Schweizer Sopranistin Rachel Harnisch gibt ihr Debüt als Emilia Marty. Sie durchlebt jede Szene absolut glaubwürdig und rückhaltlos intensiv.

Hans Reul

  

Rachel Harnisch sang diesen Kraftakt mit einer unglaublichen Dynamik. Die Figur der Emilia Marty entblättert sich äusserlich und innerlich, bis am Ende eine völlig kahle und zerbrechliche Frau auf der Bühne steht. Rachel Harnisch und ihr ausdrucksvoller Sopran waren ein berührendes Seh- und Hörerlebnis. Kein Wunder, dass das Publikum mit stürmischem Applaus auf die grosse Leistung von Rachel Harnisch reagierte. 

Franz Straatman

 

le rôle central revient ici à une chanteuse jeune et belle, la Suissesse Rachel Harnisch, formidable de netteté et de puissance vocale mais aussi confondante de présence scénique. Sa première apparition est comme un coup de poing : pantalon de cuir serrant sur bottillons profilés, veste ajustée et casque intégral qu’elle enlève pour révéler cheveux courts, mèches blondes et lunettes noires. La référence au Bowie the "China Girl" ou de "The Man Who Fell to Earth" est évidente. 

Nicolas Blanmont

Rachel Harnisch, die mit dieser Partie ein glänzendes Debut hinlegt,geht bis an ihre körperlichen Grenzen (der Jugendlichkeit sei Dank). Sie ist eine Sterbende von Beginn an, aber spielt ihren körperlichen Verfall nicht wie ein Mensch, sondern wie ein künstliches Wesen, einem Roboter ähnlich. Dahinter steckt ein Bezug auf Karel Capeks berühmten Science-Fiction Roman „R.U.R."". Es handelt sich um ein mirakulöses Artefakt, das der gezeigten Gegenwart überlegen ist: Dessen artistisch mechanistische Körperlichkeit schlägt den Bogen zurück auf eine Spieltechnik, die unter der Bezeichnung ,,Biomechanik"" vom russischen Theatergenie Vsevolod Mejerchol’ zu Zeiten Capeks und Janaceks entwickelt wurde. Dieser Figur, diesem Menschen, der sein Geheimnis des ewigen Lebens in der “Sache Makropulos” nicht länger behalten will, quilt am Ende seines Daseins schwarzes Blut aus allen Poren. Von oben senken sich metallene Greifarme über die Möbel, packen sie und ziehen sie in die Höhe. In diesem Moment öffnet Janacek seiner Emilia Marty alias Elena Makropulos die Tür in die Welt der Kantilene - zum ersten und einzigen Mal in dieser Oper-, worin der aufpeitschende Klang seiner Musik sich vom Korsett des durchgehenden recitativo accompagnato befreit, in einem ariosen Loslassen, das man auch als emotionale Erlösung von der Qual des Lebens im Angesicht des Todes begreifen kann. Die Schweizer Sopranistin besitzt dafür das notwendig straffe, äusserst largensichere und modulationsfähige, sich nie überschlagende, mehr im Lyrischen als Dramatischen beheimatete Organ, das dem Ganzen sozusagen akustisch die Krone aufsetzt. "

Das Opernglas, K. G. von Karais 

 

"La soprano suisse Rachel Harnisch – incandescente Rachel dans Les Huguenots lyonnais la saison dernière – est une Emilia Marty de haute volée. La voix possède la dureté inhumaine et la violence cynique que l'on attend du personnage, tout en trouvant des réserves de malléabilité insoupçonnées pour sculpter un monologue final d'une bouleversante intensité. "

Opera Online, Emmanuel Andrieu

Requiem - Giuseppe Verdi 

 

Kultur Casino Bern 

Orchestra of Europe / Berner Bach Chor

Dirigentin: Lena Lisa Wüstendörfer 

 

Ausserweltlich die Sphäre, aus der Rachel Harnischs Sopran über das kunstvoll interpretierten "Lacrimosa" und die dramatischen Passagen strahlt...

Mit beeindruckender Intensität nimmt sich dieses Solistenquartett jeder einzelnen Note an, verleiht jeglichem Pathos eine überzeitliche Authentizität.

Der Bund, Stefan Bucher

Missa Solemnis - Ludwig van Beethoven

 

Maggio Musicale Fiorentino, Opera di Firenze

Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino, Dirigent: Zubin Mehta

 

Ottima Rachel Harnisch, che col suo canto elegantissimo e forbito e col suo radioso registro acuto ha gettato un po’ di luce sulla mediocre prova del quartetto dei solisti; modesta la prova del mezzosoprano Lioba Braun e sotto ogni standard di decenza la prestazione del tenore Torsten Kerl: canto duro e sgraziato, alieno da ogni dolcezza e afflitto da seri problemi di tenuta musicale. Non ci si rammarica, per una volta, che Mehta abbia scelto di affidare, secondo una vecchia tradizione, la sublime frase Et incarnatus est ai tenori del coro e non al solista, come vorrebbero i più aggiornati studi filologici; non pervenuto il basso Steven Humes.

Operaclick, Edoardo Saccenti

 

Arien für Sopran und Orchester

 

RAI Auditorium, Turin I

Orchestra Sinfonico RAI, Dirigent: Hansjoerg Albrecht

 

….resa ancora più memorabile da una scelta di celebri arie tratte dal teatro mozartiano con la partecipazione del soprano Rachel Harnisch (1973), tra le migliori interpreti di questo repertorio. Fisico minuto, voce calda e scura, pronta a slanciarsi verso le vette del pentagramma con tecnica sovrana, la cantante svizzera ha donato ai presenti un’interpretazione coinvolgente di gemme quali "Se il padre perdei" da Idomeneo, re di Creta e "Fra i pensier più funesti di morte" da Lucio Silla.

Il vertice dell’emozione si raggiunge con "L’amerò, sarò costante" dal secondo atto della serenata Il re pastore (1775), rondò che rimane tra gli immortali traguardi della maturità appena sbocciata del giovane musicista, in cui il canto si alterna e gareggia con il violino solo nel dipingere un idillio di tizianesca soavità che si vorrebbe infinito, a cui fa seguito la scena e aria di Donna Anna dal Don Giovanni, "Non mi dir, bell’idol mio", brano ai vertici qualitativi del teatro d’opera.

 

La Harnisch raggiunge un’intensità espressiva rara in una sala da concerto, superando da autentica dominatrice del ruolo alcune delle maggiori difficoltà insite nella scrittura vocale di Mozart. I ripetuti applausi e le chiamate in scena la inducono infine a regalare fuori programma un "Porgi amor" da Le nozze di Figaro di alto rigore stilistico e forte persuasione poetica.

apemusicale, Alberto Ponti

 

Goethe Lieder - Fazil Say

 

Stadthaus Winterthur

musikkollegium winterthur, Roberto González Monjas

Fazil Say, Klavier

 

Die Sopranistin Rachel Harnisch und der Komponist und Pianist Fazil Say setzten am Mittwoch einen Glanzpunkt in der zu Ende gehenden Saison des Musikkollegiums. Es gibt Konzertprogramme, die das Publikum zur neuen Musik durch Einbettung derselben in bewährte Klassiker verführen wollen. Dass es auch möglich ist, beides miteinander zu verbinden und unter einen einzigen Spannungsbogen zu stellen, hat das Musikkollegium am Mittwoch wieder einmal mustergültig bewiesen. Wobei freilich die «Goethe-Lieder» von Fazil Say, das eingängige Hauptstück des Abends, das hier in Schweizer Erstaufführung zu erleben war, dem Verständnis kaum Steine in den Weg legten.....

Und damit ist sie wie geschaffen für die grosse Stimme der Sopranistin Rachel Harnisch, die den Gesangspart, ganz in Rot gekleidet, mit packendem Furor interpretierte. Hinreissend vor allem, wie die Stimme im vierten Teil, «Tefkir Nameh», im hohen Wellengang der Streicher auf und nieder stieg, um dann im Finale schutzlos ganz alleine dazustehen, leiser und leiser werdend und schliesslich ganz in die Stille eingehend. Der Saal hielt den Atem an. Dem Werk von Fazil Say korrespondierte am Ende des Konzerts die ebenfalls dramatische, Liebesschmerz, Hoffnung und Todessehnsucht immer wieder kreuzende Konzertarie für Sopran mit Soloklavier und Orchester, KV 505, von Mozart: «Ch’io mi scordi di te?», «Non temer, amato bene». Das Werk überraschte mit unerwarteten Wendungen und Stimmungswechseln, besonders reizvoll das perlende «Duett» mit dem Pianisten Fazil Say im abwärts führenden Vers, in dem vor Schmerz die ​Sinne schwinden.

Helmut Dworschak

La Juive - Jacques Fromental Halévy

 

Opera de Lyon, März 2015

Orchestre et Choeurs de L'Opéra de Lyon

 

Dirigent: Daniele Rustioni

 

Die junge (sic!) Schweizerin Rachel Harnisch entwickelte ihren Charakter sehr spannend und linear. Ein stimmliches wie psychologisches Meisterstück in diesem Zusammenhang war ihre Romanze „Il va venir“, in der ihre Zweifel an Leopolds Authentizität wachsen. Harnischs warmer Sopran verfügt dabei über einen perfekten Sitz sowie eine hervorragende Registerverblendung und kam auch in den Terzetten mit den beiden Tenören nie in Schwierigkeiten, weil ihre strahlende Höhe bis zum H und ein gutes Volumen ihrer Stimme auch dort Gewicht verleihen.

Das Opernglas, Stefan Mauss

 

...ein erstklassiges Ensemble ... die wunderbar leuchtende Rachel Harnisch!

Wiener Zeitung

 

Aber über allen stand Rachel Harnisch, die mit ihrem traumhaft schön timbrierten in allen Lagen gleich gut klingenden lyrischen Sopran, der aber genügend Durchschlagkraft für die dramatischeren Szenen besitzt, und mit großer Ausdruckskraft die wahrhafte Inkarnation der Rachel war.

Der Neue Merker

 

 "Belle hauteur de chant: Les chanteurs, très sollicités sur une grande étendue de registre avec des airs très exigeants, sont au feu. Rachel Harnisch y rayonne, habitant le rôle dont elle porte le prénom avec élégance et vaillance, face à une Eudoxie séductrice et coquette à souhait (Sabina Puértolas), dont les aigus éblouissent. Roberto Scandiuzzi, à la profondeur de voix et au timbre caramélisé enrobant un personnage partagé entre paternalisme et rigorisme religieux, compose un Brogni saisissant alors que les ténors Nikolai Schukoff (Eléazar) et Enea Scala (Leopold) rivalisent de hauteur et de virtuosité. Vincent Le Texier (Ruggiero), Charles Rice (Albert) et le reste d’une distribution homogène placent cette Juive, avec un choeur éclatant, à une belle hauteur de chant."

Le Temps

 

Bei Halévys „La Juive“ ließ die musikalische Seite kaum Wünsche offen....

ein selten homogenes Ensemble....Nikolai Schukoff als rachsüchtiger Jude Eleazar, Rachel Harnisch als seine Tochter Rachel, die eigentlich Christin ist, Enea Scala als untreuer Liebhaber Leopold, Sabina Puértolas als sexy Prinzessin Eudoxie.

Die Presse

 

...et Rachel Harnisch (Rachel), dotées de lignes de chant étendues.

Le Progres 

 

Di buon livello la compagnia di canto, cominciando da Rachel (!) Harnisch, voce assai bella di soprano lirico che, sebbene un po’ a disagio nel registro grave assai spesso sollecitato dalla parte di Rachel (scritta per la celebre Cornélie Falcon che proprio a quel registro legò la sua fama), offre un’interpretazione di altissimo profilo sia scenico sia vocale (ottimo il suo legato, purissimi gli attacchi, coloratura ben sgranata) ma in particolare nei duetti con Léopold e nell’aria del secondo atto "Il va venir".

Opera Click

Sa fille trouve en revanche, en la personne de Rachel Harnisch, une titulaire proche de l’idéal, avec les graves nécessaires et une douceur confondante dans l’émission des aigus; le français de la soprano suisse est excellent, et l’actrice est convaincante.

Forum Opéra

  

Du rôle-titre, la bien prénommée Rachel Harnisch fait comprendre la passion, la détermination et la vocation sacrificielle (elle meurt pour sauver Leopold) dans un chant à la fois ample et nuancé.

Les Echoes

 

Chez les dames, Rachel  Harnisch, qui a chante sous la baguette de Claudio Abbado,  campe  une  Rachel  de fiere  allure,  le timbre se  mouvant sans encombre  dans  les territoires   du  soprano   grave   requis.   Comme  ses collegues,   elle  dispose  dune diction impeccable.

Jean-Pierre Robert

  

Die vokale Krone aber gebührt Rachel Harnisch, deren traumschöner Sopran in jeder Lage ebenmässig fliesst.Mit welcher Inbrunst und Kultiviertheit sie die Rachel singt, das hat Ausnahmecharakter.

Opernnetz, Karin Coper

 

Ein Deutsches Requiem - Johannes Brahms

 

Kultur Casino Bern, Oktober 2015

Symphonieorchester Bern, Dirigent: Mario Venzago

 

..lädt die grossartige Walliser Sopranistin Rachel Harnisch den Ernst des Werkes mit Glanz und Innigkeit auf. Indem sie die Traurigkeit ohne exzessives Pathos zeichnet, macht sie nachvollziehbar, dass der finsterste Schmerz dieser Totenmesse bereist überwunden ist.

Der Bund 

 

..Harnisch schwebte mit ihrem stoische geführten Sopran geradezu im Klanghimmel...

Berner Zeitung

Requiem - Wolfgang Amadeus Mozart                         

 

Sala Santa Cecilia Rom, Mai 2015

Orchestro e Coro dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Roma

Dirigent: Andrés Orozco-Estrada

 

L’esecuzione ceciliana non è stata né retorica, nè solenne né catastrofica, come spesso si sente. Il giovane direttore Andrés Orozco-Estrada, ben sicuro di sé ha voluto una interpretazione slanciata – Mozart in fondo aveva 35 anni! –, vibrante e tesa, senza eccessi nel pathos. Così la compagnia di canto molto buona, eccellenti il soprano Rachel Harnisch, si è trovata a delineare poeticamente e senza languori il testo mozartiano, sostenuta dalla compattezza del coro e dall’orchestra in cui legni e ottoni hanno brillato. Un Requiem fresco, giovanile, melodico e al contempo pieno di sospiri trattenuti a stento. Con Mozart c’è sempre qualcosa di nuovo.

Mario Dal Bella

Liederabend - Georg Friedrich Händel                         

 

Stockalperschloss Brig, Dezember 2014

Ensemble des Zürcher Kammerorchesters

 

Die Sopranistin Rachel Harnisch begeisterte das Publikum im voll besetzten Rittersaal des Stockalperschlosses mit einem Händel-Abend. Rachel Harnischs höchste Belcantokunst, die ja in dieser Epoche ihre erste Blüte erlebte, der fantasievolle Umgang sowie manch überraschender Einfall in den formal strengen Da-capo-Arien versetzten den Saal gleichsam in Schwingungen. Dass sich das Publikum am Schluss zu Standing Ovations erhob, war eine folgerichtige Konsequenz der Dramaturgie des herrlichen Abends. Mit dem berühmten «Lascia chi’io pianga» aus «Rinaldo» bedankten sich die Musiker und liessen den Abend in raffiniertem Pianissimo ausklingen. 

Paul Locher

Lazarus - Franz Schubert                         

 

Musikvereinssaal Wien, Oktober 2014

Basilika Santa Maria Maggiore Rom, Oktober 2014

 

Wiener Philharmoniker, Dirigent: Ingo Metzmacher

 

Die Aufführung war von atmosphärischer Dichte bestimmt: Metzmacher, die Philharmoniker, der Wiener Singverein und vortreffliche Solisten zogen an einem Strang. Fein ziseliert und zärtlich im Lyrischen, mit feierlichen Chören und großer, mitreißender Vehemenz dort, wo Verzweiflung und Angst regieren – etwa in der Szene des Zweiflers Simon, den Daniel Schmutzhard mit Aplomb zeichnete. Da war der noble Steve Davislim als Lazarus schon verschieden, ausdrucksvoll betrauert von Rachel Harnisch (Maria) und Werner Güra (Nathanael).

wawe

Les Contes d'Hoffmann - Jacques Offenbach                         

 

Opernhaus Zürich, März 2014

Orchester der Oper Zürich, Dirigent: Fabio Luisi

 

"Für mich ist der Antonia-Akt immer ein Höhepunkt der Oper – und ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht: Rachel Harnisch sang die Rolle der jungen Frau mit einer bewegenden Schlichtheit, Ehrlichkeit und fantastisch aufblühendem Sopran. Es ist bestimmt nicht einfach für eine Sängerin, ein Duett mit einem stummen Gegenüber zu singen, doch Frau Harnisch schaffte das wunderschöne Liebesduett mit selbstverständlich wirkender Natürlichkeit und bezaubernder Anmut. Ihr tragisches Ende, das Verglühen einer jungen Seele, gestaltete Frau Harnisch mit zu Tränen rührender Empfindsamkeit."

Oper Aktuell

Ein Deutsches Requiem - Brahms

 

Edinburgh Festival, August 2013

mit Tonhalle Orchester Zürich, Dirigent: David Zinman

 

…and a pregnant Harnisch sang tenderly of the comfort of a mother's love. It's a shame that Zinman rushed her: some beautiful colours simply didn't have time to emerge. For all the commendable efficiency of this performance, I was left feeling emotionally short-changed.

The Guardian

 

But it was only really the two excellent soloists – soprano Rachel Harnisch and baritone Florian Boesch – who infused their lines with much emotional wrangling. Which isn't to suggest that there weren't plenty of stirring moments along the way. Brahms begins his Requiem with a low pulsating pedal note that the Tonhalle's basses proudly resonated around the hall.

The Guardian

 

The appearance of the baritone, Florian Boesch, and soprano, Rachel Harnisch, really stood out; every note sung by these incredible soloists enthralled the audience. The soprano soloist Rachel Harnisch was fantastic at delivering her segment of the piece, and confident especially as she had to sit on stage and let the nervousness build in climax towards her solo.

Herald Scotland

 

Rachel Harnisch touched the heartstrings, expressing the comforts of mother love and certain resurrection. In her only entry, she sang beautifully and movingly in a section added by Brahms after the sacred concert.

Edinburgh Guide

Ein Deutsches Requiem - Johannes Brahms

 

BBC Proms in der Royal Albert Hall London, August 2013

Choir & Orchestra of Enlightement London, Dirigentin: Marin Alsop

 

....Rachel Harnisch's tone was “succulent”, “pure and tasty as a mountain stream. A most comforting and moving performance”….?

The Times

 

………and the particularly fine, heartfelt soprano of Rachel Harnisch, who sounded born to sing this piece. It was a very distinguished experience, in which 70 minutes of music seemed to pass in a single unfolding arc.

The Guardian

 

There was little work for the baritone Henk Neven, and even less for the soprano Rachel Harnisch. However, they brought extra weight to the text with Harnisch’s pure, limpid tone leading to the final consolatory lines. I wouldn’t have missed it for the world.

The Express

 

Soloists Henk Neven and Rachel Harnisch both gave stellar performances, especially the latter. This was soprano Harnisch’s Proms debut, and I can’t be alone in hoping it will be the first of many appearances in the Royal Albert Hall. Her measured delivery of the words “wieder sehen” (“I will see you again”) was a mournful, resonant and deeply affecting moment.

Backtrack.com

 

Swiss soprano Rachel Harnisch imbued "Ihr habt nun Traurigkeit" with the right, limpid beauty. And no praise can be high enough for timpanist Adrian Bending. He made complete sense within the texture of those awkward, insistent continuous Ds at the end of the third movement.

TheArtsDesk.com

 

Soprano Rachel Harnisch produced angelic tone in the fifth movement, ‘Ihr habt nun Traurigkeit’.

musicOMH

Sinfonie Nr. 4 – Gustav Mahler

 

Teatro Massimo Bellini - Catania, Februar 2013

Orchestra S. Cecilia, Roma, Dirigent: Antonio Pappano

 

Ogni intervento strumentale, accuratamente proposto dalla direzione di Pappano, ha aggiunto una notazione poetica nella gamma vastissima di espressioni. Il canto del soprano Rachel Harnisch, sui versi bavaresi raccolti da Arnim e Brentano, portava direttamente nella cornucopia dell’infanzia: tra sogni, immaginazioni, chimere che dopo la fanciullezza vivono nella grande musica. La voce dell’artista ha cesellato le note, specialmente nelle tonalità piu cordiali.

La Sicilia

Le Paradis et la Péri, op. 50 - Robert Schumann

 

Cité de la Musique Paris, Januar 2013

La Chambre Philharmonique, Dirigent: Emmanuel Krivine

 

C’est le plateau de solistes qui mérite le plus d’éloges. Rachel Harnisch est une vraie Péri pleine d’envol à la voix transparente.

Opéra & Classique

Liederabend Opernhaus Zürich

 

Opernhaus Zürich, Dezember 2012

Mit Ruben Drole, Klavier: Jan Philip Schulze

 

"Die beiden in Zürich sehr beliebten und international von grosser Strahlkraft kündenden Schweizer Künstler Rachel Harnisch und Ruben Drole präsentierten sich in einem wohl eher unüblich zusammengestellten Doppel-Liederabend. Die beiden Künstler interpretierten in schönem Wechsel auf höchst individuelle Weise einen ganzen Reigen von Kompositionen verschiedenster Autoren.

.... dann gab’s die “Soldatenbraut” und “Das verlassene Mägdlein” mit Rachel Harnisch, die einmal mehr ihre wunderbar glockige Stimme aufblühen liess. Fabelhaft am Flügel Jan Philip Schulze-ihm sei ein besonderes Lob gewidmet! …..Ein begeistertes Publikum dankte es den beiden künstlern mit standing-ovations. "

Der neue Merker

 

Rachel Harnisch gestaltete aus einem perfekt fokussierten Legato heraus, was die romantischen Gesänge zum eindringlichen Erlebnis machte. Dass auch Brecht-Lieder von diesem klassischen Ansatz her ihre Wirkung entfalten, zeigte die Sopranistin mit der abgründig interpretierten „Seeräuber-Jenny“ aus der „Dreigroschenoper“ oder Hanns Eislers verruchtem „Lied der Kupplerin“.

NZZ Neue Zürcher Zeitung

 

Rachel Harnisch beeindruckte sowohl stimmlich als auch mit der konzentrierten Intensität ihres Ausdrucks. Ihr nimmt man alles ab, sei es ein entrücktes Gretchen oder eine pragmatische Kupplerin.

Tages Anzeiger Zürich

Le Nozze di Figaro - Wolfgang Amadeus Mozart

 

Opernhaus Zürich, November 2012

Orchester der Oper Zürich, Dirigent: Christopher Hogwood

 

Neu am Opernhaus war die junge Schweizerin Rachel Harnisch als fabelhafte Gräfin, mit einer kostbaren Stimme und einem in der Höhe herrlichen Glockenklang, mit grosser Musikalität und untadeligem Geschmack für Mozarts Kantilene. Und in der Darstellung war die elegante, schlanke und hochgewachsene schöne Frau jeder Zoll eine Gräfin. Wie sie auf die Schwärmereien Cherubinen eingeht, sich geschmeichelt fühlt, aber trotzdem ihre Contenance bewahrt und Traurigkeit nicht ablegen kann, das ist die Leistung einer grossen Künstlerin. Hoffen wir, dass wir dieser Sängerin noch oft begegnen und sie auch international die Resonanz finden wird, die ihr wirklich gebührt.

Der neue Merker

Das Marienleben - Paul Hindemith

 

Lucerne Festival, August 2012

Klavier: Jan Philip Schulze

 

Zwischen diesen beiden Konzerten bewegte sich in der Lukaskirche die verschwenderisch gestaltende Sopranistin Rachel Harnisch im «Marienleben» von Paul Hindemith (nach Rilke). Zwar konnte man in der Wiedergabe, die das expressionistische Fieber zu Beginn akzentuierte (Klavier: Jan Philip Schulze), Marias Begegnung mit dem Engel als erotische Erweckungsszene lesen und hören. Aber in der Beruhigung hin zu einem romantischen Liedton («Stillung Mariä») und zu einer an Bach erinnernden Rhetorik war das eine frühe Versöhnung der Moderne mit dem Glauben.

NZZ Neue Zürcher Zeitung

 

..oder das selten zu hörende „Marienleben“ vonPaul Hindemith. In Luzern interpretierte es Rachel Harnischmit schön fließendem, unangestrengtem Sopran.

Salzburger Kulturzeitung

 

Zu Momenten verdichteten Ausdrucks führte auch die Aufführung von Paul Hindemiths gefürchtetem Sopran-Zyklus «Das Marienleben» op. 27 mit Rachel Harnisch und dem Pianisten Jan Philip Schulze. Im überschaubaren Kirchenraum der Lukaskirche kamen Rainer Maria Rilkes phantastische Schilderungen und die raffinierte formale Anlage von Hindemiths Werks, in der die Gesangsstimme sich mitunter frei vom Klavier entfaltet, wunderbar zur Geltung. Die Sopranistin und der Pianist gestalteten die musikalischen Höhepunkte mit konzentrierter Eindringlichkeit und liessen die Kontrastmomente brüsk hervortreten.

NZZ Neue Zürcher Zeitung

Messe Es-Dur – Franz Schubert

 

Salzburg Festival, Juli 2012

Arnold-Schönberg-Chor, Orchestra Mozart Bologna

 

Dirigent: Claudio Abbado

 

Am Ende lässt er das „Dona nobis pacem“ ermattet ausfließen – Schuberts Friedensanrufung ist vergeblich. Sehr langer Beifall, alle wollten Abbado allein auf der Bühne sehen. Der verschanzte sich jedoch hinter den Solisten Rachel Harnisch, Sara Mingardo, dem klangschönen Tenor Javier Camarena, Kollegen Paolo Fanale und Alex Esposito. Bescheidenheit und Demut, auch da trifft sich Abbado mit Harnoncourt.

Merkur Online

 

Here it was possible to appreciate in great detail not only the superb work of the chorus and orchestra but also the fine singing of the soloists. A high point of the evening, and of what I heard of the Spiritual Overture, was Schubert’s trio to the text “Et incarnatus est” in the Credo, as touchingly sung by Rachel Harnisch, soprano, and Javier Camarena and Paolo Fanale, tenors.

New York Times

Die Jahreszeiten – Josef Haydn

 

Tonhalle Zürich, Juli 2012

Tonhalle Orchester, Singakademie Zürich

 

Dirigent: Sir Roger Norrington

 

Ihre ganz eigenen Farben mischten die drei Solistenin das Gemälde des ländlichen lebens. Mit ungemein warmem Sopran verlieh Rachel Harnisch der Hanne überraschen nachdenkliche Züge.

NZZ Neue Zürcher Zeitung

Der Rosenkavalier – Richard Strauss

 

Tonhalle Zürich, Juni 2012

Orchester Opernhaus Zürich, Dirigent: Fabio Luisi

 

…und die leuchtend silbrig alle überstrahlende, blitzsauber singende Sophie von Rachel Harnisch ist geradezu ereignishaft.

Oper aktuell

 

Im Umkehrschluss heisst das allerdings nicht, dass Rachel Harnisch in der Rolle des anfäng lich jugendl ich naiven Ehe-Versprechen-Objekts Sophie, später zu einer durchaus selbstbewusst gewandelten liebenden jungen Frau nicht brilliert hätte. Harnisch ist eine Sängerin, der man beim Aufbau ihres gesanglich darstellerischen Formats zu schauen und zu hören kann. Am Ende war man eher er staunt, dass einem ihre Qualität nicht sofort ins Auge gesprungen, vielmehr ins Ohr geklungen ist.

Peter E. Rith

Le Duc d’Albe – Gaetano Donizetti

 

Flaamse Opera Antwerpen, Mai 2012

Flaamse Opera Gent, Mai 2012

 

Symfonisch Orkest van de Vlaamse Opera, Dirigent: Paolo Carignani

 

The prima donna Stoltz may have been right about the character of Hélène — revenge is her unremitting motivation, yet Rachel Harnisch sings with a gleaming soprano and thorough involvement.

New York Times

 

Dat is aardig gelukt. Niets dan lof dus voor dirigent Paolo Carignani, het orkest en het koor van de Vlaamse opera en de solisten. Uitschieter bij de solisten is de Zwitserse sopraan Rachael Harnisch. Met zwier vertolkt zij de rol van Hélène. Zang en spel zijn een harmonisch geheel.

Focus.be, Guido Lauwaert

 

Rachel Harnisch begeistert mit ihrem dunkel timbriertem Sopran vor allem in ihrem Gebet des zweiten Aktes "Ton ombre murmure, o mon père!", in dem sie ihren verstorbenen Vater um Unterstützung für ihren Geliebten Henri bittet. Auch darstellerisch weiß sie als kämpferische Frau zu überzeugen und erntet so schon während der Aufführung immer wieder Szenenapplaus.

Musik Magazin, Thomas Molke

Faustszenen – Robert Schumann

 

Casino Bern, März 2012

BSO Orchester, Oratorienchor Bern, Dirigent: Mario Venzago

 

Rachel Harnisch beeindruckt insbesondere in den Gretchen-Szenen mit hochkonzentrierter Präsenz und klangschöner, in der Höhe immer warmer Stimmgebung.

Der Bund

Ein Deutsches Requiem – Brahms

 

Pfarrkirche Brig, Februar 2012

Orchestra Sinfonica Carlo Coccia, OVE Chor, Dirigent: Hans R. Kämpfen

 

"Sopranistin Rachel Harnisch, der ein Sprecher vor Aufführungsbeginn zu ihrer Auszeichnung mit dem «Europäischen Solistenpreis» gratulierte – sie erhielt dazu eine spontane Ovation des Publikums –, sang das «Ihr habt nun Traurigkeit», einen in grosse Höhe aufsteigenden, schwierigen, bedeutungsschweren Part des Trostfindens und des Wiedersehens, mit makelloser Stimme, ausdrucksstark und wunderbar. Beide Solisten boten stimmlich und interpretatorisch Brillantes, insbesondere die sehr markant ausgestalteten Dialoge mit dem Chor und die sehr persönliche und engagierte Ausdeutung der Texte. "

Walliser Bote

Fidelio - Beethoven

 

Lucerne Festival, August 2010

Jonas Kaufmann, Nina Stemme, Rachel Harnisch, Christof Fischesser, Falk Struckmann, Christoph Strehl, Peter Mattei

 

Dirigent: Claudio Abbado

 

Recording DECCA CD 'Beethoven FIDELIO' with Claudio Abbado

 

 

If there has been a better Marzelline on record than Rachel Harnisch, I have not heard her!

Richard Osborne

 

Mr. Abbado’s winning cast includes the rosy soprano Rachel Harnisch as Marzelline, Jonas Kaufmann as Florestan, the appealing lyric tenor Christoph Strehl as Jaquino and the veteran bass-baritone Falk Struckmann as an uncommonly cagey villain, Don Pizarro.

New York Times

 

Rachel Harnisch is charming as Marzelline, her lyric soprano contrasting nicely with Nina Stemme's fuller sound . . . Claudio Abbado conducts the forces of the Mahler Chamber Orchestra and the Lucerne Festival Orchestra in an energetic reading of the score . . .

Mike Silverman, Boston Globe

 

Schon die ersten Takte dieser Fidelio“ Neuaufnahme lassen aufhorchen. Energiegeladen werden die einleitenden Akkorde der Ouvertüre akzentuiert, künden von dem sich anbahnenden Drama. Doch dann lässt das Solohorn, wunderbar weich intoniert, die unendliche Kraft der Liebe erahnen. Was Claudio Abbado und die fabelhafte Kombination aus Mahler Chamber Orchestra und Lucerne Festival Orchestra zu Beginn dieses Mitschnittes versprechen, lösen sei in der Folge ein. Technische Präzision, klangliche Schönheit und ein tief erfühltes Musizieren verbinden sich hier zu einer derart begückenden Einheit, dass Fragen nach der vermeintlich historisch korrekten Klanggestalt oder der philologisch richtigen Deutung der Tempoangaben verstummen müssen. Manche Stellen - den magischen Anfang des Gefangenenchors (grossartig der Arnold Schoenberg Chor), die schwer lastenden Akkorde in der Einleitung zur Florestan-Arie oder den ekstatischen, aber keinesfalls druckvoll verhetzten Schlussjubel - möchte man nicht mehr anders musiziert hören.

 

Glücklicherweise verfügte Abbado bei dieser in den Dialogen stark verknappten, halbszenischen Aufführung nicht nur über ein exzellentes Orchester, sondern auch über ein Sängerensemble, das bis auf eine Ausnahme auf einem ebenso hohen Niveau agierte. Nina Stemme hat den für die Leonore unerlässlichen warmen Seelenton in der Mittellage, aber ebenso die nötige Kraft für die dramatische Kerkerszene. Und auch vor den heiklen Hohen der grossen Arie muss sie nicht kapitulieren. In Jonas Kaufmann steht ihr der wohl derzeit weltbeste Florestan zur Seite. Mit fast schon unheimlicher Mühelosigkeit erklimmt er den Aufstieg ins „himmlische Reich"", begeistert aber mehr noch durch die schier unbegrenzte Palette an Farben und Schattierungen, mit der er das Leid des Gefangenen auszudrücken versteht.

 

In der Rolle der Marzelline gefällt Rachel Harnisch mit leuchtendem Sopran, dem aber auch genug Farben zur Verfügung stehen, um die Gewissensnöte der jungen Frau glaubhaft zu machen.

Das Opernglas, A. Laski

 

Stabat Mater - Pergolesi 

 

CD-Review, August 2009 

 

Dirigent: Claudio Abbado

 

'Deutsche Grammophon: ARCHIV-Produktion 477 8077'

 

 

When Claudio Abbado is at the helm of a project, one automatically sits up and listens. Apparently, this is the first of three releases in which he will celebrate the output of a composer who might otherwise tend to slip under the radar.

Abbado uses his handpicked Bologna-based Mozart Orchestra....

Soprano Rachel Harnisch and contralto Sara Mingardo are not denied vibrato in the Stabat Mater, all of them bringing grace to their singing with tonal richness and expressive touches of verbal colouring. Abbado's own infallible sensitivity to this music is a compelling factor, imbuing the performances with freshness, energy and elegance. 

Geoffrey Norris, Telegraph View London

 

Rachel Harnisch and Sara Mingardo are beautifully matched both in vocal prowess and musical intelligence and this is most noticeable in the imitative passages and, in particular, the famous opening movement with its anguished use of dissonance. Harnisch sets the bar very high in 'Cuius animam gementem' with the tone-colours that she employs for the sword, 'pertransivit gladius,' literally cutting through the orchestra's texture. 

Ed Breen, Musical Criticism London